Anleitung: Terrassendielen verlegen

Mann arbeitet auf Knien an der Unterkonstruktion einer Terrasse im Rohbau

 

Was ist bei einer Terrasse zu beachten? Wie verschraube ich Terrassendielen? Wie viel Platz lässt man zwischen Terrassendielen? Bei der Montage Ihrer neuen Terrasse gibt es einiges zu bedenken. Informieren Sie sich direkt in vorliegendem Ratgeber, wie Sie am besten beim Verlegen von Terrassendielen vorgehen. 

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Ratgeber: Bauanleitung - Terrassendielen verlegen

Terrassendielen verlegen: Was gibt es zu beachten?

Terrassenfläche bzw. Größe der Terrasse

Wie wollen Sie die Terrasse nutzen? Bei der Beantwortung dieser Frage sollten Sie darüber nachdenken, wie viel Platz Sie für die Verwendung des Außendecks nach Ihren Vorstellungen brauchen. Gartenmöbel, Grill, Pflanzkübel – planen Sie von Anfang an genügend Raum für die Gartenausstattung ein.

Bitte berücksichtigen Sie: Eine nachträgliche Vergrößerung der Terrasse ist grundsätzlich möglich, aber sehr aufwendig. Daher sollten Sie den Umfang des Decks schon beim Angehen Ihres Projekts im Kopf haben.

Ausrichtung bzw. Lage der Terrasse

Wann nutzen Sie Ihre Terrasse? Sollten Sie die wählen können, wohin Sie Ihre Terrasse ausrichten, so überlegen Sie zunächst, zu welcher Tageszeit Sie draußen sind. So besteht die Option, Ihr Außendeck zur Sonne auszulegen.

Zusätzlicher Aspekt: Auch die Haltbarkeit der Terrassendielen beeinflusst die Entscheidung für die Anlage der Terrasse.

Ostseite: Hier werden Sie morgens von der Sonne begrüßt.

Westseite: Genießen Sie stimmungsvolle Sonnenuntergänge.

Südseite: Wer die Sonne liebt, ist mit Hinwendung zum Süden bestens beraten – bitte bedenken Sie: Es kann warm werden! Daher sollte auch unbedingt ein Sonnenschutz eingeplant werden.

Nordseite: Als Freund schattiger und kühler Plätze erste Wahl.

Besonders wichtig ist letztlich, dass Ihre Terrassenprofile nach nassem Wetter trocknen können – gerade, wenn es ich um Terrassendielen aus Holz handelt! Ständige Feuchte ist nämlich Gift für den Terrassenboden. Deshalb sollte auch eine Unterkonstruktion gut durchlüftet sein – nur so entweicht die Feuchtigkeit.

Materialvielfalt und -auswahl

Was gibt es für Terrassenbeläge? Hier bietet sich eine große Auswahl, wobei die gängigsten Werkstoffe Holz, WPC (Wood Plastic Composite), BPC (Bamboo Plastic Composite) und HPL (High Pressure Laminate) sind.

Aussehen, Haltbarkeit, Pflege, Preis – dies sind einige der Eigenschaften, durch die sich Terrassendielen aus den genannten Materialien unterscheiden.

Was ist Ihr Favorit? Erfahren Sie mehr zu den unterschiedlichen Varianten in unsere Kategorie Terrassendielen!

Unterkonstruktion oder: Was legt man unter Terrassendielen?

Was kommt unter Terrassendielen? Kurzum: die Unterkonstruktion! Sie dient der Statik der Terrasse, ist aber auch für die Belüftung sehr wichtig. Ein direkter Kontakt zwischen Terrassendielen und Untergrund wird zudem vermieden.

Da die Terrassenkonstruktion unter den Dielen länger feucht bleibt, ist die Beanspruchung entsprechend stärker und der Griff zu qualitativ hochwertigen Produkten erweist sich als absolut lohnenswert!

Auch hierbei ist das Material entscheidend, welches genauso haltbar sein sollte, wie der Terrassenboden selbst. Setzen Sie also entweder dasselbe Holz bei Unterkonstruktion und Dielen ein oder eine gleichwertig haltbare Holzart.

Alternative: Aluminium. Es verzieht sich nicht und ist sehr lange haltbar. Darüber hinaus passt es optimal zu WPC Terrassendielen sowie BPC Terrassendielen. Ein stolzer Preis gehört jedoch auch dazu.


Unser Tipp: Greifen Sie bei der Montage der Unterkonstruktion auf jeden Fall zu Justierfüßen zum erleichterten Ausgleich von Unebenheiten.

Schritt für Schritt: die Verlegung

Wer das Verlegen von Terrassendielen selbst vornehmen möchte, findet nachfolgend eine übersichtliche Schritt für Schritt Anleitung.


1. Schritt: Untergrund

  • Terrassenfläche sauber abstecken:
    Die Form kann ganz unterschiedlich sein und ist ganz auf Ihre Ansprüche ausgerichtet (rechteckig, rund, L-förmig).
  • Untergrund ausheben:
    Die Tiefe beträgt ca. 30 cm.
  • Gefälle einplanen:
    Ein leichtes Gefälle von ca. 2 % in Dielenlängsrichtung – zum Garten hin – ist zu berücksichtigen.


2. Schritt: Fundament

  • Untergrund auffüllen:
    Kies, Splitt, Sand – mit einem wasserundurchlässigen Material wird der Untergrund befüllt.
  • Wurzelvlies aufbringen:
    Um den Unkrautbewuchs zu verhindern, wird ein Wurzelvlies gebraucht.
  • Fundament anlegen:
    Für die Unterkonstruktion lassen sich optimal Platten aus Beton als Fundament verwenden.
    Der Abstand zwischen den einzelnen Elementen hängt von der eingesetzten Unterkonstruktion ab. Im Durchschnitt können Sie mit 50 bis 60 cm rechnen.


3. Schritt: Unterkonstruktion

  • Balken auslegen:
    Die typischen Vierkant-Trägerbalken werden quer zu den Terrassenprofilen aufgebracht. Maße der Bretter müssen die Abstände gut überbrücken.
    Üblicherweise werden alle 50 cm Stützen für das Holz benötigt – abhängig vom Material.
    Nutzen Sie außerdem kleine Gummipads unter den Vierkanthölzern. Vorteile: schnelleres Abtrocknen, Gefälle aufbauen, Trittschall vermindern.
  • Balken festschrauben:
    An den Stützen befestigen Sie die Balken auf der Bodenplatte.
    Auf Stoß liegende Bretter müssen sich auf einer Bodenplatte befinden, um die notwendige Stabilität zu gewährleisten.


4. Schritt: Terrassendielen

  • Dielenabstände setzen:
    Die Arbeit mit Distanzklötzchen und Spanngurten zur Fixierung helfen bei der Montage – diese werden abschließend wieder entfernt.
    Wie viel Platz zwischen Terrassendielen? In Sachen Dehnungsfuge bei Holz, WPC und BPC beachten Sie bitte unbedingt die Angaben in der Montageanleitung des Herstellers. Die Ausdehnung des Materials ist jeweils unterschiedlich und kann in Breite oder Längsrichtung erfolgen.
    Bei Holzdielen sollten Sie deren Feuchtegehalt kennen.
  • Dielen verlegen:
    Schrauben Sie die Terrassenprofile auf der Unterkonstruktion fest.
    Hierfür eignen sich A2- bzw. A4*-Edelstahl-Schrauben mit Bohrspitze und Fräsgewinde.
    Achten Sie auch auf Torx-Profil und Linsensenkkopf für eine saubere Optik.
    Bei der sichtbaren Befestigung verschrauben Sie die Dielen einfach von oben mit der Unterkonstruktion. Die aufwändigere, unsichtbare Befestigung entsteht durch den Gebrauch von Clips oder Dielenhaltern auf der Dielen-Unterseite – für einen edlen Look.
    Für das Anbringen sollten Sie entsprechend viel Zeit mitbringen. Im Durchschnitt rechnet man mit einem Tag für 300 x 300 cm Fläche.

* A4-Schrauben sind für Holz optimal, das sich durch Gerbsäureanteile leicht verfärben kann.

5. Schritt: Verkleidung

  • Seiten tarnen:
    Die Dielenenden können Sie mit Holz, WPC, BPC oder Aluminium dekorativ abschließen.
    Bei Holz wachsen bzw. ölen Sie die Enden zwecks besseren Schutzes.
    Auch Ziersteine, Kies oder Kantensteine sind verwendbar.
    Wichtig: Die Durchlüftung und somit das Abtrocken sollte trotz Verkleidung weiterhin funktionieren.

 

Was kommt nach der Verlegung? Die erste Reinigung.

Nach der Verlegung der Terrasse ist diese mit einem Besen von Staub und Schmutz zu reinigen. Das Abspritzen der Oberfläche mit einem Wasserschlauch bietet sich anschließend ebenfalls an.

Sie haben eine Holz-Terrasse? Dann warten Sie bis zur vollständigen Trocknung bevor Sie Öl aufbringen.

Bei BPC und WPC Dielen ist die Säuberung mit Wasser ausreichend.

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